Bildungschancen von Flüchtlingen: Forderungen an die Politik

2015 ist das Jahr der größten Einwanderung von Menschen nichtdeutscher Muttersprache in die Bundesrepublik Deutschland. Es ist ein „epochales Ereignis (…), dessen Ausmaß und Tragweite wir noch immer schwer erfassen können“. (Bundespräsident Gauck am 27.09.2015). Auch ohne die Ursachen dafür zu untersuchen und zu bewerten, muss man zu dem Ergebnis kommen, dass es sich hier um eine nationale Aufgabe handelt, die in der kommenden Zeit bewältigt werden muss.

Die Einwanderung ist eine große Herausforderung auch für die Schule. Dies gilt für die Erstaufnahme der Kinder und Jugendlichen, wenn sie in Vorbereitungs- oder Seiteneinsteigerklassen aufgenommen werden. Dies gilt aber auch für die daran anschließende Schulzeit (nach spätestens anderthalb Jahren), wenn die Kinder und Jugendlichen in die Regelklassen kommen und dort gemeinsam mit allen anderen Schülerinnen und Schülern lernen. Von einer gelingenden Schulzeit mit guten Abschlüssen hängt für viele Kinder und deren Eltern in einem großen Maße auch eine gelingende Integration in diese Gesellschaft ab.
»mehr...

---

Landesintegrationsrat NRW trauert um die Opfer der Pariser Attentatsserie und verurteilt den Terrorismus jeglicher Art

Am vergangenen Freitag wurden wir abermals Zeugen von perfiden Anschlägen der Terroristen in Paris, die mit ihren niederträchtigen Taten zahlreiche unschuldige Menschen in den Tod rissen. Der Landesintegrationsrat NRW verurteilt die jüngsten Anschläge in Paris und trauert um die wahllos getöteten Menschen. Der Vorsitzende des Landesintegrationsrates NRW Tayfun Keltek: „Ich bin von den Anschlägen zutiefst erschüttert und betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der zahllosen Opfer.“

„Auch bei diesen Anschlägen ist festzustellen, dass die Terroristen mit gezielter Vernichtung von menschlichem Leben, nur von blindem Hass und Irrsinn geleitet werden. Es ist nur zu hoffen, dass die Täter, ihre Unterstützer und Hintermänner sobald wie möglich für ihr Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden und ihre gerechte Strafe erhalten“, so Tayfun Keltek weiter.
»mehr...

---

Mitgliederversammlung des Landesintegrationsrates NRW

Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Hannelore Kraft war die Hauptrednerin auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Landesintegrationsrates NRW am 7. November 2015 im Rathaus der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Neben der Ministerpräsidentin nahm auch der Stadtdirektor der Stadt Düsseldorf, Herr Burkhard Hintzsche, an der Mitgliederversammlung teil und sprach ein Grußwort. Der Vorsitzende des Landesintegrationsrates war erfreut, dass er neben den Delegierten der Integrationsräte auch zahlreiche Gäste, darunter die Bundestagsabgeordnete Frau Gülistan Yüksel und die Landtagsabgeordneten Frau Marion Warden, Herr Stefan Engstfeld und Herr Frank Herrmann zur Sitzung begrüßen durfte.
»mehr...

---

„KommAn-NRW“ soll Kommunen entlasten und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe stärken

Minister Schmeltzer: Programm hat bestmögliche Integration zum Ziel

Pressemitteilung des NRW-Integrationsministeriums vom 18. November 2015

Das nordrhein-westfälische Integrationsministerium will mit dem Aktionsprogramm KommAn-NRW Städte und Gemeinden sowie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen noch stärker bei den anstehenden Integrationsaufgaben unterstützen. Dafür plant das Ministerium im kommenden Haushaltsjahr Mittel in Höhe von 13,4 Millionen Euro ein. „Land und Kommunen und nicht zuletzt Ehrenamtliche stellen sich der großen Herausforderung, Flüchtlinge nicht nur unterzubringen, sondern sie auch bestmöglich zu integrieren. Dabei soll KommAn-NRW helfen“, sagte Integrationsminister Rainer Schmeltzer. Im Integrationsausschuss im Düsseldorfer Landtag wurde der entsprechende Ansatz des Ministeriums im Ergänzungshaushalt 2016 beraten.
»mehr...

---

NRW-Integrationsminster Schmeltzer: Aufruf zu Offenheit, Toleranz und Respekt

Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938

Pressemitteilung des NRW-Integrationsministeriums vom 9. November 2015

In Vertretung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach Minister Schmeltzer auf der Gedenkveranstaltung in der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938.
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Integrationsminister Rainer Schmeltzer hat die Menschen in Nordrhein-Westfalen zu Offenheit, Toleranz und gegenseitigem Respekt aufgerufen: „Ob Anschläge auf Gotteshäuser oder Flüchtlingsunterkünfte, ob Diskriminierungen oder Anfeindungen gegen Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft – das alles darf nie wieder salonfähig werden“, sagte Schmeltzer in Düsseldorf auf einer Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht von 1938.

„Ich will nicht zurück in ein Deutschland, in dem Andersdenkende und Andersgläubige ausgegrenzt werden“, so der Minister weiter. Deshalb seien die Erinnerung an Nazi-Verbrechen und der Kampf gegen Rassismus und Vorurteile gegenüber vermeintlich Andersdenkenden heute wichtiger denn je.
»mehr...

---

Das MAIS-Internetportal und das Integrationsportal NRW sind in neuer Optik online

Seit dem 1.12. 2015 ist das neue Portal in völlig neuer Optik und mit deutlich ausgebautem Inhalt an den Start gegangen, www.mais.nrw fusioniert mit den bisherigen Seiten der Abteilungen Arbeit (www.arbeit.nrw), Arbeitsschutz (www.arbeitsschutz.nrw) und Integration (www.integration.nrw). Auch der Bereich „Soziales“ ist jetzt unter der eigenen Adresse www.soziales.nrw erreichbar. Der Integrationsbereich ist mit der Flüchtlingsthematik verbunden. https://www.mais.nrw/integration

---

Schlechte Aussichten für ein schnelles Verbot der Partei "Die Rechte" - Nach Gutachten keine Möglichkeit für ein vereinsrechtliches Verbot der Rechtsextremisten

Pressemitteilungen des NRW-Innenministeriums vom 19. November 2015

Trotz massiver Einschüchterungen und Provokationen durch Mitglieder der Partei „Die Rechte“ in den vergangenen Monaten sieht das von der Landesregierung beauftragte Gutachten keine ausreichende Begründung für ein vereinsrechtliches Verbotsverfahren. Das gab Innenminister Ralf Jäger heute in Düsseldorf bekannt. In dem ausführlichen Gutachten wurde geprüft, ob „Die Rechte“ als Nachfolgeorganisation bereits verbotener Vereine und Kameradschaften zu betrachten ist. Dann wäre ein schnelles Verbotsverfahren möglich gewesen. Das Gutachten kommt allerdings zu einem anderen Schluss „Die Rechte“ erfülle, trotz ihrer offensichtlich rechtsextremistischen Gesinnung, Parteimerkmale und habe damit auch den Rechtsstatus einer politischen Partei. „Ein mögliches Verbot der Partei „Die Rechte“ kann daher nur durch die Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung initiiert werden“, erklärte der NRW-Innenminister.
»mehr...

---

Gewalt gegen Flüchtlinge : Es brennt in Deutschland

Eine Recherche von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT

Mehr als 200 Mal haben Täter in diesem Jahr Flüchtlingsheime angegriffen. Gefasst wurde kaum jemand. Wie kann das sein?

"Mit der ganzen Härte des Rechtsstaats" werde der Staat gegen Menschen vorgehen, die Flüchtlinge angreifen. Das versprach Angela Merkel noch im September. Nun zeigt sich: Das Versprechen war leer. Fast jeden Tag attackieren Gewalttäter inzwischen Flüchtlingsunterkünfte. Mal fliegen Pflastersteine, mal Molotowcocktails, mal werden Wohnungen angezündet oder geflutet. Erschreckend oft sind Ermittler und Justiz hilflos, bleiben die Täter unbehelligt.
»mehr...

---

Erfassung rechtsextremer Straftaten

Um "mögliche Diskrepanzen bei der Erfassung rechtsextremer Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte" geht es in der Antwort der Bundesregierung (18/6655) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/6477). Wie die Regierung darin ausführt, erfolgt die polizeiliche Meldung und Erfassung politisch motivierter Straftaten im Kriminalpolizeilichen Meldedienst (KPMD-PMK) "in einem geregelten Verfahren, auf das sich Bund und Länder im Rahmen der Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder verständigt haben".
»mehr...

---

Gegen Rechts: Land NRW muss niedrigschwellige Angebote ausbauen

Paritätischer NRW positioniert sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Wuppertal, 27.11.2015. Die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte nehmen dramatisch zu und das Internet wird überschwemmt von rassistischen und rechtsradikalen Entgleisungen. „Wir dürfen nicht wegschauen, müssen uns Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung mit aller Kraft entgegenstellen“, forderte Elke Schmidt-Sawatzki, Landesvorsitzende des Paritätischen NRW, anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes in Wuppertal. Insbesondere sei die Landespolitik gefragt, möglichst schnell die richtigen Weichen zu stellen. Antidiskriminierungsarbeit und Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus in NRW müssten deutlich ausgebaut werden.
»mehr...

---

Rechter Terror in Deutschland

Eine Geschichte der Gewalt

Dieses Buch liefert eine Anatomie des Terrors von rechts seit den 1970er Jahren. Es seziert rechtsterroristische Anschläge ebenso wie die alltägliche Gewalt gegen Andersdenkende, Obdachlose, Migranten und Juden. Dabei kommen sowohl die Täter als auch die Opfer zu Wort. In Gesprächen und Fallanalysen, die zeigen, wie und warum Neonazis töten. Eine erschütternde Chronik rechter Gewalt in Deutschland.
»mehr...

---

Jetzt du!

Der Blick auf junge Menschen aus Einwandererfamilien ist noch zu oft geprägt durch das Hervorheben ihrer Defizite. Vorteilhafter für alle ist es, auf die Potenziale zu fokussieren. Daher zeigt das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW in kurzen jugendaffinen Videoclips „Vorbilder“, die darüber berichten, wie Schule und der Übergang in Ausbildung und Studium trotz des einen oder anderen Stolpersteins gelingen kann. Die Filme lassen sich bestens auf Smartphones anzeigen, sind also für die Zielgruppe der Jugendlichen und junger Erwachsener gut geeignet.
»mehr...

---

Gesundheitssystem stärker für Migranten öffnen

8. Integrationsgipfel der Bundesregierung

Zuwanderer sollen einen besseren Zugang zum Gesundheitssystem erhalten. Das betonte die Kanzlerin beim Integrationsgipfel im Kanzleramt. Merkel ging auch auf die Anschläge in Paris ein und bekräftigte, es müsse alles getan werden, die Verbrechen aufzuklären.
"Die Tatsache, dass wir in einer besonderen Zeit leben, hat natürlich eine Rolle gespielt", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Treffen. Die Terroranschläge in Paris hätten alle Teilnehmer des Integrationsgipfels natürlich sehr berührt. Merkel bekräftigte, es müsse alles getan werden, die Verbrechen aufzuklären.
»mehr...

---

In Vielfalt altern. Pflege und Pflegepräferenzen im Einwanderungsland Deutschland

Publikation des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration

Die Einwanderungsgesellschaft Deutschlands altert. Damit entstehen auch im Bereich der Pflege neue Herausforderungen, Bedürfnisse und Erwartungen. Sprachliche Kompetenzen, Religionszugehörigkeit und kultureller Hintergrund sowie das Geschlecht der Pflegekräfte sind zentrale Aspekte kultursensibler Pflege. Doch die Forschung an der Schnittstelle zwischen Pflege und Migration hat bisher nur wenig belastbare Daten über Pflegeerwartungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund hervorgebracht. Um zumindest über einige Aspekte genauer Aufschluss zu geben, präsentiert der Policy Brief die Daten des SVR-Integrationsbarometers zu Pflegepräferenzen und unterbreitet Handlungsempfehlungen für einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratungs- und Informationsangeboten sowie zur interkulturellen Öffnung von Pflegeangeboten. Der Policy Brief bezieht die Ergebnisse einer Expertise ein, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration in Auftrag gegeben und vom Statistik-Beratungs-Centrum an der Universität Bielefeld erstellt wurde. Der SVR-Forschungsbereich hat die Erstellung der Expertise begleitet.
»mehr...

---

Helfer_Innenseminar: Asylrecht und Recht im Ehrenamt

Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung, 22.01. bis 24.01.2016, Kevelaer

Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer_innen würden das Ankommen und die Integration von Flüchtlingen in Deutschland nicht funktionieren. Mit den „Helfer_innenseminaren“ des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung möchten wir im Rahmen unserer Projektreihe „Miteinander in NRW “einen Beitrag leisten, den Ehrenamtlichen Unterstützung zu geben sowie die Möglichkeit anbieten, sich weiter zu bilden, sich auszutauschen oder auch einfach nur einmal, um die persönlichen Akkus wieder aufzuladen. Nicht zuletzt wollen wir hiermit auch für all die wichtige und unermüdliche Arbeit unseren Respekt und unsere Anerkennung deutlich machen.
»mehr...

---

Für das redaktionelle Angebot ist die Geschäftsführung des
Landesintegrationsrates Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Für das Angebot
der extern verknüpften Internetseiten wird keine Verantwortung übernommen.

---