Newsletter des Landesintegrationsrates NRW Nr. 1/2016 vom 1. April 2016

---

Migrantinnen in der Politik – Chancen und Herausforderungen

Einladung zur Veranstaltung, 14. April 2016, 16:00 Uhr
Geschäftsstelle des Landesintegrationsrates NRW, Haroldstr. 14, 40213 Düsseldorf

Frauen mit Migrationshintergrund sind in der Politik zahlreich vertreten – zumindest, wenn man auf die Integrationsräte in Nordrhein-Westfalen schaut. Hier stieg der Frauenanteil bei den letzten Wahlen auf über ein Drittel. Auch den Vorsitz der Gremien stellen zu einem Drittel Frauen. An mangelndem politischem Interesse kann es also nicht liegen, dass Migrantinnen in den Reihen der Stadträte, der Landtage und erst recht im Bundestag kaum zu finden sind.
»mehr...

---

Save the Date

Jahrestag des Brandanschlages auf das Wohnhaus der Familie Genç

Einladung zur Veranstaltung am 31. Mai 2016, 17.00 Uhr, Solingen

Am 29. Mai 2016 jährt sich der durch Neonazis verübte Brandanschlag auf das Wohnhaus der Familie Genç zum 23. Mal. Fünf türkischstämmige Menschen kamen 1993 in Solingen ums Leben. Der Anschlag gilt als Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt zu Beginn der 1990er Jahre, die auch im Zusammenhang mit der damaligen Asyldebatte standen.
Im Zuge des derzeitigen Zuzugs geflüchteter Menschen erleben wir heute ähnliche politische Reaktionen und Diskussionen: Wir sehen ein Erstarken rechtspopulistischer Parteien und einen Zulauf zu rechtspopulistischem Protest ebenso wie steigende Zahlen von Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte, auch in Nordrhein-Westfalen.
In der Veranstaltung sollen heutige Ereignisse vor dem Hintergrund der damaligen Tat und der politischen Situation zu Beginn der 1990er Jahre betrachtet und diskutiert werden. Welche Ähnlichkeiten gibt es tatsächlich und welche Lehren können heute aus den Reaktionen nach Solingen gezogen werden?
Bitte merken Sie sich den Termin vor und leiten Sie den Veranstaltungshinweis in Ihrem Wirkungskreis weiter. Das Programm erhalten Sie rechtzeitig zugesandt.

---

Stellenausschreibungen des Landesintegrationsrates NRW

Stellen im Rahmen der Initiative „Lebendige Mehrsprachigkeit“

Zum 18. April 2016 ist beim Landesintegrationsrat NRW die Teilzeitstelle (15-20 Stunden/Woche) eines/r Projektleiters/in und einer Büroassistenzkraft im Rahmen der Initiative „Lebendige Mehrsprachigkeit“ befristet auf ein Jahr zu besetzen.
»mehr...

Stelle beim Landesintegrationsrat NRW

Zum 18. April 2016 is die Stelle einer/eines Bürokauffrau/-mannes als Schwangerschaftsvertretung in Teilzeit (50 %) zu besetzen.
»mehr...

---

10 Punkte gegen Rassismus und Rechtspopulismus

Der Landesintegrationsrat NRW hat vor den Kommunalwahlen 2014 einen 10-Punkte-Plan gegen Rassismus und Rechtspopulismus entwickelt und fordert alle Kräfte auf, denen das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben in NRW ein Anliegen ist, bei der Umsetzung des Plans zusammenzuarbeiten. Vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen im nächsten Jahr ist ein gemeinsames Vorgehen besonders wichtig, um den Einzug der rassistischen und rechtspopulistischen Parteien in den Landtag zu verhindern.

»10-Punkte-Plan gegen Rassismus und Rechtspopulismus

---

Rechtspopulisten ziehen in drei Landtage ein: Demokratische Kräfte müssen geeint gegen Rassismus vorgehen!

Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW vom 14.03.2016

Entsetzen nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. In allen drei Bundesländern konnte die AfD mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage einziehen, in Sachsen-Anhalt wird sie nach der CDU zweitstärkste Kraft im Land.

„Wir haben den Aufstieg der AfD in den letzten Jahren mit Sorge beobachtet und bereits bei den Kommunalwahlen in NRW im Mai 2014 vor den rechten Parolen dieser Partei gewarnt“, so Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW. Es sei erschreckend, dass die AfD bei den Wahlen am gestrigen Sonntag allein mit Hetze gegen Flüchtlinge und Migranten und der Verbreitung von Angst derartig viele Wählerinnen und Wähler für sich gewinnen konnte. Keltek mahnt, dass die etablierten Parteien gut beraten seien, sich nicht auf die Argumentation von Rechtspopulisten einzulassen. Stimmungsmache und Politik auf dem Rücken von Migrantinnen und Migranten nützten offensichtlich nur den Rechten.

»mehr...

---

Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW zum Internationalen Frauentag 2016

Am 8. März wird in jedem Jahr der Internationale Frauentag begangen. Der Landesintegrationsrat NRW macht anlässlich dieses Tages darauf aufmerksam, dass die Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern Frauen mit Migrationshintergrund umso härter trifft. Er appelliert an Politik und Öffentlichkeit, Migrantinnen nicht als sich unterordnende Opfer zu behandeln. Stattdessen müssten die Fähigkeiten der Frauen gefördert und ihre Lebensleistungen anerkannt werden.

Der Internationale Frauentag erinnert an die Emanzipationsbewegungen der Frauen, insbesondere der Arbeiterinnen, im späten 19. und im 20. Jahrhundert. Die Forderungen der Frauen in damals nach sozialer und politischer Gleichberechtigung sind auch heute noch aktuell, auch wenn viel erreicht wurde. Nach wie vor sind die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen teils eklatant, in Spitzenpositionen der Wirtschaft sind sie nur selten zu finden. Oft müssen Frauen in ihrem alltäglichen Leben vielfältige Probleme bewältigen. Sie unterliegen Mehrfachbelastungen wie Erwerbstätigkeit, Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit. Zudem sind sie häufiger betroffen von Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalterfahrungen.

»mehr...

---

Landesintegrationskongress „Ankommen in Nordrhein-Westfalen“ findet am 7. April 2016 in Solingen statt

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales veranstaltet am 7. April 2016 gemeinsam mit der Stadt Solingen den Landesintegrationskongress mit dem Titel „Ankommen in Nordrhein-Westfalen“. Der Kongress ist seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument für den Dialog zwischen der Landesregierung, der integrationspolitischen Infrastruktur Nordrhein-Westfalens, der Wissenschaft und Praxis. Der Fokus des Kongresses liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Integration von Flüchtlingen“.

»mehr...

---

NRW-Integrationsminister Schmeltzer: Integration der Geflüchteten stärker in den Mittelpunkt rücken

Integrationsministerkonferenz in Erfurt wünscht sich Zuwanderungskommission

Pressemitteilung des NRW-Integrationsministeriums, 17. März. 2016

Die 11. Integrationsministerkonferenz in Erfurt hat den Bund aufgefordert, sich mindestens zur Hälfte an den finanziellen Lasten der Integration zu beteiligen. „Asylpaket 1 und 2 sind erledigt. Nun benötigen wir Investitionen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Minister Rainer Schmeltzer in Erfurt. „Integration kann nur gemeinsam gelingen. Deswegen müssen wir jetzt ein Integrationspaket schnüren.“
 
Nordrhein-Westfalen hat auf der Integrationsministerkonferenz gemeinsam mit den anderen Ländern einen weiteren Ausbau des Sprachkursangebots für Flüchtlinge gefordert. Außerdem sollen die Orientierungskurse von 60 auf 100 Stunden erhöht werden. „Wir wollen, dass die Menschen mit uns reden, mit uns arbeiten und mit uns leben können“, sagte Minister Schmeltzer. „Die deutsche Sprache ist dabei das A und O. Auch müssen wir unsere gesellschaftlichen Werte für das alltägliche respektvolle Miteinander besser vermitteln.“

»mehr...

---

Auftaktveranstaltung zur Jungen Islam Konferenz in Nordrhein-Westfalen

Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute hat bei einer Auftaktveranstaltung im Ministerium das Startsignal zur Jungen Islam Konferenz NRW gegeben, die im September erstmals tagen soll.

Pressemitteilung des NRW-Integrationsministeriums, 14. März 2016

Gemeinsam für mehr Austausch, mehr Vielfalt, mehr Zusammenhalt: In Nordrhein-Westfalen wird am heutigen Vormittag die neu eingerichtete Junge Islam Konferenz – Nordrhein-Westfalen (JIK Nordrhein-Westfalen) vorgestellt.

Unter dem Motto „Zusammenhalt – jetzt erst recht“ werden im kommenden Herbst junge Menschen mit muslimischem und nicht-muslimischem Migrationshintergrund zum ersten Mal im Rahmen einer fünftägigen Konferenz in Nordrhein-Westfalen in einen Austausch treten, um mit ihrer jungen Stimme den Wandel zu einer vorurteilsfreieren und vielfältigeren Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Die JIK Nordrhein-Westfalen ist ein Projekt des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, des Projektträgers Aktion Gemeinwesen und Beratung, der forum k&b gmbh und der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch die Stiftung Mercator. „Ich möchte junge Menschen in unserem Land ermutigen, sich am Dialog über den Islam und gesellschaftliche Vielfalt intensiv zu beteiligen. Wissen hilft, Unsicherheiten und Fehleinschätzungen abzubauen“, sagte NRW-Integrations- staatssekretär Thorsten Klute bei der Vorstellung im Düsseldorfer Ministerium.

Interessierte junge Menschen im Alter von 17 – 23 Jahren aus Nordrhein-Westfalen können sich mit Ausschreibungsbeginn im Sommer für einen der insgesamt 40 Teilnehmerplätze der ersten JIK Nordrhein-Westfalen bewerben.

»mehr...

---

Sprachfördermaßnahmen für geflüchtete Erwachsene in Nordrhein-Westfalen

Broschüre der Landesregierung bietet Überblick

Pressemitteilung der Landesregierung, 1. März 2016

Das Schul- und Weiterbildungsministerium, das Integrationsministerium und das Wissenschaftsministerium haben eine Übersicht der Sprachförderangebote für geflüchtete Erwachsene ab 16 Jahren veröffentlicht. Der seit heute im Internet abrufbare zwölfseitige Flyer zeigt eine Auswahl der wichtigsten Programme der Sprachförderung, die unter anderem vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen finanziert werden. Die Broschüre gibt damit einen umfassenden Überblick der außerschulischen Sprachförderung in Nordrhein-Westfalen. Viele der in der Broschüre vorgestellten Maßnahmen gehen dabei über den reinen Spracherwerb hinaus, weil es um berufliche Aspekte wie zum Beispiel die Arbeitsmarkt- oder die Hochschulintegration geht. Der Flyer wird in den kommenden Wochen den Weiterbildungseinrichtungen, Berufskollegs, den Kommunalen Integrationszentren sowie den Integrationsagenturen zugesandt.

»mehr...

---

Arbeitshilfe für einen bewussten Sprachgebrauch gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

IDA und die Neuen deutschen Medienmacher geben ein Glossar mit Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft heraus.

In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Flucht und Asyl geht auch sprachlich einiges durcheinander. Immer noch ist hier und da abwertend von Asylanten die Rede. Asylsuchende werden als Asylbewerberinnen und Asylbewerber bezeichnet, obwohl man sich um ein Grundrecht eigentlich nicht bewerben muss. Auch in der Diskussion über das Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland werden die Begriffe oft unscharf verwendet: Es ist von Migrantinnen und Migranten die Rede, obwohl die meisten der Menschen hier geboren sind. Selbst der sprachlich neu¬trale Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ wird zunehmend als stigmatisierend empfunden, da mit ihm häufig das Bild einer Problemgruppe assoziiert wird.

Die Neuen deutschen Medienmacher haben vor diesem Hintergrund in den letzten Jahren ein Glossar für die Berichterstattung im Einwanderungsland entwickelt, das auf große Resonanz nicht nur im Bereich der Medien getroffen ist. Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) hat dieses Glossar nun gemeinsam mit den Neuen deutschen Medienmachern für den Einsatz in der Bildungsarbeit weiterentwickelt und in überarbeiteter Form für die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung, die Arbeit mit Migrantenorganisationen und mit Geflüchteten neu herausgegeben.

»mehr...

---

"Was wir über Flüchtlinge (nicht) wissen" - Expertise zur Flüchtlingsintegration vorgelegt. Forschungsprojekt startet

Zum Start eines Forschungsprojektes von SVR-Forschungsbereich und Robert Bosch Stiftung zu Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland wird heute eine Expertise veröffentlicht, die den Forschungsstand darstellt und Forschungslücken identifiziert. Das Forschungsprojekt wird die Sicht der Flüchtlinge selbst in den Mittelpunkt rücken - eine Perspektive, die bislang fehlt. Eine qualitative Befragung von Flüchtlingen soll fundiertes Wissen über ihre Lebenslagen und gesellschaftliche Teilhabe liefern sowie Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Integration.

»mehr...

---

START!

START schreibt ab diesem Jahr Schüler-innen-Stipendien (ab Klasse 8 bzw. 9) für Jugendliche aus, die in den letzten fünf Jahren nach Deutschland gekommen sind und hier noch mindestens zwei Jahre eine allgemein- oder berufsbildende Schule (auch duale Ausbildung) besuchen.

Das START-Schülerstipendienprogramm widmet sich seit 2002 erfolgreich der Potenzial- und Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mit diesen Erfahrungen und einem Netzwerk aus engagierten Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte konzentriert sich START jetzt auf die Unterstützung neu zugewanderter junger Menschen.

»Alle Infos zur START-Bewerbung

---

JUMPin.NRW

Chancen und Perspektiven für Jugendliche mit Migrationsgeschichte

JUMPin.NRW bietet den in das Programm aufgenommenen Jugendlichen Seminare, Studienfahrten, Praktika und Begegnungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und erwartet im Gegenzug ehrenamtliches Engagement.

Das Projekt ermöglicht den Teilnehmenden, ihre überfachlichen Fähigkeiten auszubauen, das Demokratieverständnis zu schärfen und ihre Netzwerke zu erweitern. „Reinspringen“ können junge Menschen mit Migrationsgeschichte zwischen 18 und 28 Jahren, ständigem Wohnsitz in NRW und sozialem und gesellschaftlichem Engagement.

»mehr...

---
---

Für das redaktionelle Angebot ist die Geschäftsführung des
Landesintegrationsrates Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Für das Angebot
der extern verknüpften Internetseiten wird keine Verantwortung übernommen.

---