Newsletter des Landesintegrationsrates NRW Nr. 3/2016 vom 14. September 2016

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Wir trauern um Franz Paszek

Am 12. September 2016 starb Franz Paszek, ehemaliger Geschäftsführer des Landesintegrationsrates NRW, an den Folgen seiner schweren Krankheit. Der Landesintegrationsrat NRW verliert mit ihm einen verlässlichen Begleiter, der die Arbeit des Landesintegrationsrates über 30 Jahre lang mit Herz und Verstand unterstützt und geprägt hat.

Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW: „Mit Franz Paszek ist ein geschätzter Kollege von uns gegangen, der mit seinem engagierten Einsatz – auch nach seiner Pensionierung – wesentlich zu einer erfolgreichen Integrationsarbeit in NRW beigetragen hat. Ich trauere aber auch ganz persönlich um einen engen Freund und Weggefährten, dessen kluger Rat mir sehr fehlen wird.“
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Qualifikationsseminar „Die Politik in unserer Stadt mitgestalten“

Das Qualifizierungsprogramm für Integrationsräte ist eine Kooperation des Landesintegrationsrates mit dem Landesverband der Volkshochschulen NRW, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und dem Integrationsministerium NRW. Das Ziel des gemeinsamen Projektes ist, die Integrationsratsmitglieder bei ihrer ehrenamtlichen politischen Arbeit zu unterstützen.
Nachdem im vergangenen Jahr die Qualifizierungsreihe in 17 Regionen erfolgreich durchgeführt wurde, entschieden sich die Initiatoren, ein weiteres Aufbauseminar anzubieten.
Übungen zum Verfassen und Vorstellen von Anträgen und Anfragen sowie das Grundwissen der Öffentlichkeitsarbeit stehen im Mittelpunkt des Aufbauseminars. Das Seminar endet mit einem Planspiel , in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das in den beiden Seminaren erworbene Wissen, anwenden können.
Das Seminar bietet eine gute Gelegenheit, sicherer im Umgang mit kommunalpolitischen Abläufen zu werden und sich mit anderen Integrationsratsmitgliedern auszutauschen. Auch Integrationsratsmitglieder, die am ersten Modul nicht teilgenommen haben, können sich zum zweiten Seminar anmelden. Grundsätzlich stehen die Seminare allen Integrationsratsmitgliedern offen.
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Neue Publikation: Dokumentation der Kampagne zur Einführung des kommunalen Wahlrechts für alle

Die Dokumentation enthält Hintergrundinformationen zum kommunalen Wahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten in Deutschland und informiert ausführlich über die Kampagne des Landesintegrationsrates "HIER, wo ich lebe, will ich wählen!", die im Oktober 2014 gestartet wurde. Die Leserinnen und Leser finden neben den Stellungnahmen der Kampagnenpartner einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen der im Landtag NRW vertretenen Parteien.
Dr. Felix Hanschmann, Experte auf dem Gebiet Staatsrecht von der Goethe-Universität in Frankfurt a.M., argumentiert in seinem Artikel, dass die Bundesländer das Kommunalwahlrecht für Drittstaatsangehörige unabhängig von einer Grundgesetzänderung einführen können.
Außerdem veröffentlicht der Landesintegrationsrat zum ersten Mal die detaillierten Daten der Studie „Kommunalwahlrecht und Ausländer“, die von infratest dimap im Auftrag des Landesintegrationsrates durchgeführt wurde.
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Kriminalität und Migration: Die soziale Integration ist entscheidend

Die erste Generation von Migranten wird seltener straffällig als die Mehrheitsbevölkerung. Das gilt für alle westlichen Einwanderungsländer. Bei der zweiten Generation zeigen sich hingegen Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa. Woran liegt das? Im Gastkommentar für den MEDIENDIENST trägt die Kriminologin Sandra Bucerius die Ergebnisse aktueller Untersuchungen zusammen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität? Diese Frage wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Einwanderungsländern teils intensiv diskutiert. Wissenschaftliche Studien liegen bislang vor allem für den nordamerikanischen Raum vor.

Die Untersuchungen befassen sich in der Regel mit zwei Fragen: Erhöht Migration die Kriminalitätsrate in den Aufnahmeländern? Sind Einwanderer "krimineller" als Vergleichsgruppen in der Mehrheitsbevölkerung? Die Studienergebnisse aus Nordamerika lassen sich zwar nicht eins zu eins auf europäische Länder übertragen, spiegeln aber einige allgemeine Trends wider.

Zwischen Migration und Kriminalität besteht kein positiver, sondern ein negativer Zusammenhang. Steigende Zuwanderungsraten gehen also nicht mit höheren, sondern mit niedrigeren Kriminalitätsraten einher. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Gewalttaten: Studien aus Nordamerika weisen darauf hin, dass in Städten und Stadtvierteln mit einem hohen Migrantenanteil weniger Gewaltdelikte begangen werden als in Stadtteilen, in denen wenige Migranten leben. Manche Forscher gehen sogar davon aus, dass Zuwanderung zum drastischen Rückgang von Kriminalität in den USA in den 90er Jahren beigetragen hat.
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Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle

Die gemeinsame Chronik der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentiert Übergriffe auf und Demonstrationen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Die Datengrundlage der Chronik sind öffentlich zugängliche Berichte in Zeitungsartikeln, Pressemitteilungen der Polizei sowie Meldungen lokaler und regionaler Register- und Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Die Dokumentation unterscheidet folgende Vorfälle bzw. Arten von Übergriffen:

• Brandanschläge auf (bewohnte/ geplante/ im Bau befindliche) Asylunterkünfte oder Einrichtungen, die sich unmittelbar für Geflüchtete engagieren

• "Sonstige Angriffe" (z.B. Böller- oder Steinwürfe, mutwillige Wasserschäden, rechte Schmierereien etc.)

• Körperverletzungen und die Zahl der Verletzten [1]

• Kundgebungen und Demonstrationen [2]

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass Vorfälle in mehreren Kategorien gezählt werden, etwa wenn aus einer nicht angemeldeten Demonstration heraus Angriffe begangen werden.
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Flüchtlingsräte aller Bundesländer fordern in Dresden: Schluss mit einer Rassismus fördernden Parteiendebatte und Rechtspolitik!

Familienfreundliche freizügige Flüchtlingsintegrationspolitik!

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer fordern eine Rückbesinnung der politischen Flüchtlingsdebatte auf die Menschenrechte von Geflüchteten. Die aktuelle Debatte über die Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa, die faktisch Populismus und Rassismus in der
Gesellschaft fördert, trifft auf den entschiedenen Widerspruch der Flüchtlingsräte der Bundesländer.
»zur Presseerklärung der Flüchtlingsräte der Bundesländer vom 9. September 2016

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NRW investiert 27 Millionen Euro in die Sozialberatung von Geflüchteten - Innenminister Jäger: Neue Psychosoziale Zentren in Dortmumd, Siegen und Bonn

Pressemitteilung des NRW-Innenministeriums, 04. August 2016

NRW fördert die Sozialberatung von Flüchtlingen dieses Jahr mit rund 27 Millionen Euro. Das sind über zwanzig Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Wir stehen zu unserer Verantwortung für die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Terror zu uns kommen“, sagte Innenminister Ralf Jäger. Bereits seit 1996 unterstützt das Land Beratungsstellen in ganz NRW.
Mit dem Geld werden rund 400 Personalstellen in der sozialen Beratung gefördert. In Dortmund, Siegen und Bonn entstehen drei neue Psychosoziale Zentren. Bislang gibt es zehn dieser Zentren. In diesen bereits bestehenden Zentren wird das Personal aufgestockt. „Diese Form der Begleitung ist sehr wichtig, weil Geflüchtete sich in einer psychisch herausfordernden Lebenssituation befinden“, erläuterte Jäger. Der Minister dankte den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und Kooperationspartnern der Flüchtlingsberater als Träger der Beratungsstellen. „Sie leisten jeden Tag Außergewöhnliches.“
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"Der Erfolg der AfD hat wenig mit Flüchtlingen zu tun"

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nach der SPD die meisten Stimmen erhalten. Wie viel hat ihr Erfolg mit der Diskussion um die Flüchtlingsmigration zu tun? Und ist es wahrscheinlich, dass sich die Partei dauerhaft in Deutschland etablieren kann? Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler analysiert im Interview mit dem MEDIENDIENST das Wahlergebnis.
»Zum Interview auf der Webside Mediendienst Integration

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Integrationsminister Schmeltzer: Wir zeigen, wie Integration zu einer Erfolgsstory werden kann

Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer hat am Freitag (9. September 2016) die Landesaktion „NRW. Das machen WIR! – Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung“ gestartet. „Damit geben wir den vielfältigen Initiativen ein Gesicht, die sich überall im Land um die Integration von geflüchteten Menschen kümmern“, sagte Minister Schmeltzer. „Viel zu oft ist im Zusammenhang mit Flüchtlingen von Problemen die Rede. Wir wollen aber allen Skeptikern zeigen, was gut läuft und wie Integration zu einer Erfolgsstory werden kann.“

Im Mittelpunkt der Landesaktion steht das Internetportal www.das-machen-wir.nrw. Die Seite zeigt in kurzen Videoclips, Fotos und Texten viele praktische und kreative Beispiele. „Hier entsteht eine Landkarte der guten Ideen, mit der wir Gesichter zeigen, Integrationsgeschichten erzählen und Profis, Ehrenamtliche und nicht zuletzt die geflüchteten Menschen selbst zu Wort kommen lassen“, so der Minister.
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"Zeigen, dass Integration gut gelingen kann"

von Peter Hild, WDR
Die Karnevalisten in Ratingen wollen in der bevorstehenden Session ein besonderes Zeichen für Integration setzen: Erstmals haben sie ein dunkelhäutiges Paar als Prinzenpaar ausgewählt. Samuel und Jacinta Awasum stammen aus Kamerun, leben und arbeiten aber schon seit Jahren in der Region. Beide freuen sich auf ihre große Aufgabe im Karneval und die Unterstützung vieler Jecken.
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Integrationsstaatssekretär Klute: Mit der Bezirksregierung Münster auf dem Weg zur interkulturellen Öffnung

Bezirksregierung Münster schließt sich der Partnerinitiative „Vielfalt verbindet. Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor“ an

Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute hat mit dem Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Münster, Prof. Dr. Reinhard Klenke, in Münster die Vereinbarung zur Partnerinitiative des Landes „Vielfalt verbindet. Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor“ unterzeichnet.
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Engagementpreis NRW 2017

Generationen schaffen Möglichkeiten – gemeinsam Engagement gestalten
Unter dem Motto »Generationen schaffen Möglichkeiten – gemeinsam Engagement gestalten« können sich ab sofort Vereine, Stiftungen und Bürgerinitiativen für den Engagementpreis NRW 2017 bewerben. Das gab Ministerin Christina Kampmann in Düsseldorf bekannt. Mit diesem Preis sollen vorbildliche Projekte des bürgerschaftlichen Engagements gewürdigt und bekannt gemacht werden. Bewerbungen für die aktuelle Ausschreibung sind bis zum 28. Oktober 2016 möglich.
Mit dem Engagementpreis NRW sollen besonders vorbildliche Vorhaben gewürdigt und ausgezeichnet werden. Ehrenamtlichen Aktivitäten, die das Zusammenleben in Nordrhein-Westfalen maßgeblich mitgestalten, wird so eine Plattform gegeben. Es werden vorbildliche Projektansätze ausgewählt und auf dem Portal www.engagiert-in-nrw.de vorgestellt. Bewerbungen sind bis zum 28. Oktober 2016 über ein Online-Formular möglich.
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Mercator-Institut bildet 400 Kölner Lehrkräfte in Deutsch als Zweitsprache fort

Das Mercator-Institut bietet ab Dezember ein neues Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache an. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Das Angebot ist Teil einer NRW-weiten Initiative.

Prerssemitteilung des Mercaor-Instituts, 12. September 2016

In Deutschland hat bereits jetzt jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund. Aufgrund der aktuellen Fluchtbewegungen kommen zusätzlich viele Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse in die Schulen. Der Bedarf an Fortbildungen für Lehrkräfte ist groß, derzeit gibt es jedoch zu wenige und zu wenig wirksame Angebote für die Arbeit mit sprachlich und kulturell vielfältigen Lerngruppen. Das hat zuletzt auch eine gemeinsame Untersuchung des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln und des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) gezeigt: So weisen die Fortbildungskataloge in Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen einen vergleichsweise niedrigen Anteil an Fortbildungen zu sprachlicher und kultureller Vielfalt auf.
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