Veranstaltung vom 24.11.2017 in Essen.

Die Kooperationsveranstaltung des Landesintegrationsrates NRW, des Landessportbundes NRW und der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren fand am Freitag im Stadion von Rot-Weiss Essen statt. Zu Beginn der Tagung hielt Integrationsstaatssekretärin Serap Güler einen Vortrag zu den geplanten Maßnahmen der neuen Landesregierung in den Bereichen Sport und Integration. Sie betonte, dass insbesondere diejenigen Menschen mit Migrationshintergrund mehr Beachtung finden sollen, die bereits seit Langem in Deutschland leben. So müsse beispielsweise gefragt werden, wie Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund zum aktiven Mitwirken in den Vereinen motiviert werden können. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung versprach sie, dass der Bereich Sport in der Integrationsstrategie 2030 der Landesregierung eine wichtige Rolle spielen werde. Abschließend dankte die Staatssekretärin den Integrationsräten für ihre wichtige Arbeit; diese werde von der Landesregierung sehr geschätzt.

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, dankte der Staatssekretärin für ihren Vortrag und die klärenden Worte zur Bedeutung des Sports in der zukünftigen Integrationsstrategie der Landesregierung. Er machte zudem deutlich, dass Integration durch Sport in Nordrhein-Westfalen zwar bereits seit Jahrzehnten gelebte Praxis sei, mit der stark gestiegenen Zahl von Migrantinnen und Migranten seit 2015 jedoch habe das Thema an Relevanz noch einmal stark zugenommen.

Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, hob in seiner Rede die Bedeutung des Sports hervor, die dieser gerade für junge Menschen habe: „Sport leistet einen wertvollen Beitrag zur Integration in unsere Gesellschaft und kann es gerade den jungen Menschen mit Migrationshintergrund erleichtern, sich gleichberechtigt und voll akzeptiert zu beteiligen.“ Durch Struktur und Philosophie des Sportes – multinational und leistungsbezogen – ermögliche Sport grundsätzlich allen Jugendlichen Chancengleichheit. Keltek mahnte jedoch auch Verbesserungen an. Gemessen am Bevölkerungsanteil seien Migrantinnen und Migranten in Sportvereinen unterrepräsentiert. Die Verbände und Vereine seien aufgefordert, sich stärker interkulturell zu öffnen und Maßnahmen für einen leichten Einstieg für Menschen mit Migrationshintergrund zu erarbeiten.